Stephanusschule Zülpich-Mechernich

Rückschulungen

1. Zeitpunkt der Rückschulung

Grundsätzlich richtet sich jede Rückschulung nach dem Entwicklungsstand des Schülers. Dabei ist von allen am Prozess Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement erforderlich. Alle Rückschulungen werden mit der aufnehmenden Schule intensiv bearbeitet und erfolgen meist nach einem erfolgreichen Probeunterricht an der Regelschulen.

Sinnvoll erscheint eine Rückschulung jeweils zum Schuljahresbeginn, und nur in Ausnahmefällen sollte eine Rückschulung in das 2. Schulhalbjahr erfolgen. Folgende Zeitpunkte kommen in Frage:

Rückschulung in die Grundschule:

  • Nach der Eingangsklasse in das 1. Schuljahr
  • Nach der Eingangsklasse und dem 1. Schuljahr in das 2. Schuljahr
  • Nach den ersten drei Jahren in das 3. Schuljahr

Rückschulung in die Hauptschule

  • Nach Klasse 5 (in Ausnahmefällen auch nach Klasse 6) in Klasse 5
  • In Einzelfällen in alle weiteren Klassen
  • In Einzelfällen in die 10A

 

2. Kompetenzprofil der Schüler

Eine Rückschulung hängt von mehreren Faktoren ab und stellt den Schüler vor große Herausforderungen. Entscheidend ist daher die Motivation und der Wille, sich in eine neuen (Lern-)Umgebung einzugliedern. Günstig ist dafür ein unterstützendes und verständnisvolles Elterhaus.
Die notwendigen Fähigkeiten des Schülers lassen sich in folgende Kompetenzen unterteilen:
 
A Methodenkompetenz

Die Fähigkeit, sich Informationen durch die Anwendung geeigneter Lern- und Arbeitsmethoden zu beschaffen, zu strukturieren und aufzubewahren.
z.B.: grundlegende Arbeitshaltung, Ordnung, Planung und Strukturierung von Aufgaben

B Lernkompetenz

Die Fähigkeit, sich Lerninhalte in unterschiedlichen Lernsituationen erfolgreich anzueignen: Wie lerne ich?
 z.B.: Informationen verstehen: Gelesenes mit eigenen Worten wiedergeben und merken

C Fachkompetenz

Die Fähigkeiten und Kenntnisse, die der Schulform und Schulstufe angeglichen sind, in die umgeschult werden soll.
z.B.: ausreichende Mathematikkenntnisse

D Sozialkompetenz

Die Fähigkeit, sich im gemeinsamen Miteinander angemessen zu verhalten.
z.B.: Regeln kennen und einhalten

In allen Bereichen müssen mindestens ausreichende Leistungen oder Beurteilungen vorliegen.


3. Rückschulungsbausteine

A Praktikum

  • Zeitraum wird individuell abgesprochen
  • Möglichkeit der Verlängerung

 

 

B Probeunterricht an der Regelschule

  • Ist jederzeit möglich
  • Kann von der Regelschule beendet werden
  • Erfordert eine enge Begleitung durch einen Sonderpädagogen
  • Abschluss durch Stellungnahme des Regelschullehrers, eventuell diagnostische Abklärungen und Elterngespräch

C Rückschulung

  • Antrag bis 30. November für die Klassen 2 bis 4 und ab Klasse 6
  • Antrag bis 15. Februar für Schulanfänger und die Klassen 1 und 5
  • Der Schüler wechselt an die Regelschule
  • Weitere sonderpädagogische Betreuung  
D Förderbedarfswechsel  

auf Antrag des Sonderpädagogen nach Rücksprache mit Regelschullehrer 

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