Stephanusschule Zülpich-Mechernich

Frühförderung

Frühförderung

Wir arbeiten intensiv mit den Familienzentren, Kindergärten und Kindertagesstätten der Gemeinde zusammen. Es hat sich der Arbeitskreis „Frühförderung“ entwickelt, in dem sich zwei bis dreimal jährlich Erzieherinnen und Sonderpädagogen austauschen können. Die Treffen des Arbeitskreises finden unter gemeinsam erarbeiteten thematischen Schwerpunkten statt, wie zum Beispiel „auditive Wahrnehmungsstörungen“ oder „Entwicklungsscreening für die Schuleingangsuntersuchung“. Hierzu werden externe Referenten als Experten von uns eingeladen.  

Zusätzlich bieten Sonderpädagoginnen regelmäßig Beratungszeiten in den Kindergärten an. Nach intensiven Beobachtungen der Kinder in den Gruppen, die teilweise durch diagnostische Screenigverfahren der Vorschulkinder ergänzt werden, findet die Beratung der Erzieherinnen in ihrem System „Kindergarten“ statt.

Zudem werden die Eltern in Form von vorschulischer Beratung und Erziehungsberatung informiert. Wir bieten ergänzend ein Elterntraining „Starke Eltern – Starke Kinder“ an.

Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich der Frühförderung sehen wir in der Implementierung von Förderkonzepten, die systemübergreifend die Schnittstelle zwischen Kindergarten und Grundschule betreffen, um präventiv die Transition von Kindergarten zur Schule positiv zu unterstützen. Wir haben Fortbildungen im Bereich der Gewaltprävention und der Förderung der phonologischen Bewusstheit gemeinsam für Erzieherinnen und Grundschullehrer angeboten, um sie über mögliche Konzepte zu informieren. Hieraus resultiert, dass bereits viele Kindergärten mit dem Gewaltpräventionsprogramm „Lubo aus dem All“ (evaluiert an der Uni Köln, Prof. Hillenbrand) arbeiten. Bei dem Programm wird die emotionale und soziale Kompetenz der Vorschulkinder gefördert. Die Identifikationsfigur „Lubo“ können die Kinder später nach Schuleintritt in dem Grundschulprogramm wiedertreffen. Um die phonologische Bewusstheit im Vorschulalter zu fördern haben wir neben dem Würzburger Trainingsprogramm „Hören, lauschen, lernen“ von Küspert/Schneider den Erzieherinnen und Grundschulpädagogen die Heifer-Methode der Verknüpfung von Lauten und Farben in einer mehrtägigen Fortbildung vorgestellt. Wir haben uns für die ganzheitliche Laut-Farb-Verknüpfungsmethode entschieden, da sie den Kindern auf spielerische, motivierende und bewegungsfördernde Weise mit Materialien, die zumeist im Kindergarten vorhanden sind, die auditive Wahrnehmung für metasprachliche Bereiche fördern kann. Weiterhin lässt sich die Methode im Grundschulbereich mit jeder Anlauttabelle verbinden, so dass der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule methodisch einheitlich begleitet werden kann. Die Wirksamkeit der Methode zur Vorbeugung von Problemen im Schriftspracherwerb wurde in einer Längsschnittstudie an der Universität Bonn evaluiert.

Um die eingeführten Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote zu transferieren und die Ergebnisse unsererseits zu evaluieren, haben wir innerhalb des Kompetenzzentrums eine Vernetzung mit dem Jugendamt, der Schulaufsicht, den Kindergärten und dem Gesundheitsamt aufgebaut. Um die Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen wurde hier gemeinsam ein Ablaufplan unter dem Thema „Ein Kind fällt auf! – Wir bieten.....“ erstellt. Dieser Ablaufplan berücksichtigt die einzelnen Kompetenzen der an der Erziehung Beteiligten und führt sie in einem System von diagnostischen und fördernden Komponenten zusammen, mit dem Ziel der bestmöglichen frühzeitigen Förderung der Kinder.

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