Stephanusschule Zülpich-Mechernich

Berufsvorbereitung

Berufsvorbereitung und Berufsbegleitung

Wir wollen jedem Schüler helfen, den für ihn geeigneten Weg in das spätere Arbeitsleben zu finden. Dazu stellt die Schule umfangreiche Hilfen zur Verfügung.

 

Unterstufe

Zum Ende der Unterstufe trainieren die Kinder einfache Abläufe in der Lehrküche im "Schnibbelkurs".

 

Mittelstufe

Während der Mittelstufe haben die Schülerinnen und Schüler praktische Arbeitslehre in Bürvenich. Die Klassen werden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen eine in der Küche an der Herstellung des Mittagessens mitarbeitet und die andere in der Holzwerkstatt tätig ist. Zum Halbjahr tauschen diese beiden Gruppen.

 

Klasse 8

In Klasse/Schulbesuchsjahr 8 haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ein erste, einwöchiges Schnupperpraktikum in einem Betrieb abzuleisten.

Klasse 9

Mit Anfang der Klasse 9 beginnt die Berufshinführung. Hierzu gehört die Ableistung des dreiwöchigen Berufspraktikums. Es dient dazu, einmal in einen Betrieb hinein zu schauen und einen Arbeitstag kennen zu lernen. Das gewählte Berufsfeld ist dabei zunächst zweitrangig.

An das Praktikum schließt sich sofort die Teilnahme am sogenannten Praktischen Tag an. Dies ist auch ein Praktikum, welches sich aber über das gesamte Schuljahr erstreckt und einmal in der Woche stattfindet. Es ist günstig den PT in dem Praktikumsbetrieb zu machen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, daß der PT für die Persönlichkeitsentwicklung des Schülers sehr dienlich ist. Der PT ist eine verpflichtende Schulveranstaltung und wird mit einer Note im Fach Arbeitslehre beurteilt. Bei unüberwindbaren Schwierigkeiten ist der Wechsel der Stelle einmal pro Schuljahr möglich. Die Betreuung der Praktika übernimmt der Sozialpädagoge.

Zu einem möglichst frühen Termin besucht die Klasse 9 die Berufsberatung des Arbeitsamtes. Die Schüler erhalten hier erste Informationen über die Hilfsangebote und Möglichkeiten des Arbeitsamtes. Daran anschließend wird jeder Schüler zu einem Einzelgespräch in die Dienststelle des AA in Euskirchen eingeladen. Der Berater des Amtes nimmt sich bei diesem Gespräch sehr viel Zeit für jeden, um dessen persönliche Neigungen, Interessen und Berufswünsche zu erfahren. Außerdem informiert man nochmals über alle Hilfsmöglichkeiten des AA.

Dabei wird den Schülern die Teilnahme an einem Berufseignungstest angeboten, bei dem schulisches Wissen abgefragt wird. Das Ergebnis soll dem Schüler und dem AA helfen, die Ausgangsposition zum späteren beruflichen Werdegang besser einzuschätzen. Wir haben festgestellt, daß sich das Testergebnis und schulische Beobachtungen der Leistungsfähigkeit fast immer decken. Man muß hier auch erwähnen, daß eine Reihe von Maßnahmen der Ausbildung, der Berufsvorbereitung und der ausbildungsbegleitenden Hilfe (AbH) vom Arbeitsamt finanziert werden. Wenn das AA eine solche Maßnahme finanziert möchte es auch sicher sein, daß der Jugendliche die Fähigkeit hat das angestrebte Ziel zu erreichen.

 Auf Grundlage des Testergebnisses wird der Jugendliche, gerne in Begleitung seiner Eltern, zu einer Besprechung eingeladen. Der Sozialpädagoge der Schule nimmt ebenfalls an dem Gespräch teil. Darin wird versucht, den für den Jugendlichen sinnvollsten Weg ins Berufsleben festzulegen, der sich leider nicht immer mit den eigenen Vorstellungen decken kann.

Im Laufe des Schuljahres besuchen wir weitere Ausbildungseinrichtungen, damit die Schüler sich hier einen Einblick verschaffen können. Dazu zählen

 

Klasse 10

Zu Beginn der Klasse 10 findet das zweite Berufspraktikum statt. Dieses Praktikum sollte nun in dem Berufszweig gemacht werden, in dem man später arbeiten möchte. Sollte man im gleichen Berufsfeld bleiben, muß aber der Betrieb gewechselt werden, es sei denn es besteht die Chance auf einen Ausbildungsplatz. An das Praktikum schließt sich wieder ein Praktischer Tag an. Im Laufe des Schuljahres wird die Suche nach Ausbildungs- bzw. Arbeitsstellen verstärkt.

Nach Beendigung der Klasse 10 erhält der Schüler das seinen Leistungen entsprechende Abschlusszeugnis. Dies kann der Förderschulabschluss, der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 der Hauptschule aber bei entsprechender Leistung und Arbeitshaltung auch der Hauptschulabschluss 10a oder 10b sein.
 

Nach der Schule

Nach der Schule werden die Schüler bei folgenden Maßnahmen unterstützt und begleitet:

  • Förderlehrgang
    Diese Maßnahmen sind sinnvoll für Schüler die sich noch nicht für einen Beruf entscheiden konnten oder aber noch nicht reif für eine Ausbildung sind. Förderlehrgänge können bei der FAA in Euskirchen oder in einem Jugenddorf mit Internatsunterbringung absolviert werden. Ziel ist die Hinführung zu einer Ausbildung oder Arbeit durch Kennenlernen verschiedener Berufsfelder (Maler, Tischler, Metallbereich, Garten- Landschaftsbau, Verkauf usw. ). Außerdem wird an einem Wochentag die Berufsschule besucht und Förderunterricht in den Einrichtungen erteilt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit den Schulabschluß zu verbessern.  Der Lehrgang dauert in der Regel 1 Jahr. Seit September 1998 führen wir an der Stephanusschule erstmalig einen solchen Lehrgang durch. Anstatt die Praxis in Werkstätten kennenzulernen, arbeiten wir mit Zülpicher Handwerksbetrieben zusammen. ( Weitere Ausführungen SIEHE Anhang " Förderlehrgang" ).

 

  • Ausbildung im Jugenddorf
    Die Ausbildung in vielen Handwerks- und Dienstleistungsberufen ist hier möglich. Internatsunterbringung während der Woche, Berufsschule in den Jugenddörfern, daher kleinere Klassen mit Schülern gleichen Bildungsstandes. Konzentration nur auf die Ausbildung in den Werkstätten unterstützt von mehreren Betriebspraktika. Förderunterricht immer möglich. Gleiche Abschlußprüfung und gleicher Gesellenbrief bei den zuständigen Kammern. Viele Freizeitangebote an den Abenden. Pädagogische Wohnbetreuung.

      Förderlehrgänge und Ausbildungen in Jugenddörfern werden ganz vom AA finanziert. Den Eltern entstehen keine Kosten.

     
  • Ausbildung im Betrieb

    Durch das duale Bildungssystem Ausbildung und Prüfung in Betrieb und Berufsschule. Nachteil des Betriebes ist, daß der Azubi in die Produktion eingebunden wird und sich daher nicht vollständig auf seine Ausbildung konzentrieren kann. Nachteile der Berufsschulen sind große Klassen, Schüler unterschiedlichster Vorbildung und das hohe Lerntempo ohne Rücksicht auf den Einzelnen.
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